Kinder brauchen starke Familien, damit sie sicher und gut begleitet aufwachsen können
Und Familien brauchen für diese wichtige Aufgabe viel Unterstützung, damit sie das auch leisten können. Wir dürfen sie dabei nicht alleine lassen. Dann können sie ein sicherer Hafen sein, ein Leben lang. Ich arbeite täglich mit Kindern und Jugendlichen. Lehrer zu werden, das war eine der wichtigsten Entscheidungen meines Lebens. Als Zivi habe ich in der evangelischen Jugend gearbeitet. Das macht nicht nur Spaß, es ist vor allem ein Gewinn für alle. Kinder und Jugendliche brauchen Verständnis, Begleitung und natürlich Freiraum. In Familien drehen sich Freude und Sorgen immer um die Kinder und Jugendlichen. Das geht mir mit unserem Sohn nicht anders.
Ein Buch, das der Soziologe Aladin El-Mafaalani mit anderen herausgebracht hat, beeindruckt mich: „Kinder – Minderheit ohne Schutz“. Es stimmt etwas nicht in unserem Land und unserer Stadt, wenn ein solches Buch oben auf den Bestseller-Listen steht. Offenbar haben wir ein Problem. Im Podcast „Jung&Naiv“ erzählt El-Mafaalani von seiner Jugend – mit ganz ähnlichen Erfahrungen wie meinen. Ich stimme ihm zu, wenn er sagt, Jugendliche brauchen Orte und Freiräume. Sie wollen ernst genommen werden.
In Minden können wir stolz sein auf unsere aktive Jugendarbeit. Mit fünf Jugendhäusern bieten wir eine Struktur vor Ort an. Zu den Strukturen gehören neben Gebäuden auch die Menschen dort: Hauptamtliche und unglaublich viele Ehrenamtliche. Aktive, die diese Arbeit überhaupt erst ermöglichen. Die Jugendhäuser haben wir auch in Zeiten des Sparens erhalten und sogar ausgebaut: Die Juxbude wurde in dieser Wahlperiode um- und ausgebaut. Ich werde mich als dringende Aufgabe um eine Lösung für das Jugendhaus Alte Schmiede und das Westside kümmern. Es gibt gute Lösungen! Zugleich müssen wir weiterdenken: Was brauchen Jugendliche in Minden? Wo sind Treffpunkte, auch solche, die nicht gleich „Jugendarbeit“ sind. Freiflächen, die zu Aktivität und Bewegung anregen. Eine Skaterbahn und ein Basketballfeld reichen sicher nicht! Auch das darf nicht über die Köpfe der Jugendlichen hinweg diskutiert werden. Deshalb werde ich einladen zu einer digitalen Jugendkonferenz, in der wir uns austauschen und Ideen sammeln. Das möchte ich in meine Arbeit als Bürgermeister einbringen. Ein gutes Angebot in der Jugendarbeit einer Stadt hilft den Familien, entlastet und unterstützt sie. Meine Ideen dazu findest Du hier.
Das war für mich besonders

Bei Besuchen in Unternehmen und Vereinen, die ich gerade besonders viel erlebe, kommt es immer zu einem guten Austausch von Ideen und Ansichten. Gerade habe ich mich mit einem Einzelhändler unserer Innenstadt getroffen. Inhabergeführter Handel ist existenziell für unsere Innenstadt.
Mir ist im Gespräch nochmal deutlich geworden, wie sehr auf das Handeln von Verwaltung und Bürgermeister geblickt wird. Hier sind klare Erwartungen für eine Stadt, die handelt und klare Ziele für die Zukunft verfolgt. Wie sind alles durchgegangen: Parken, Leerstand, Baugenehmigungen, Service und Pragmatismus, Sicherheit und Sauberkeit, Stadtentwicklungsprojekte links und rechts der Weser. Das sind alles Handlungsfelder, auf die ich mich freue. Mit Effizienz unserer Verwaltung, gezielter strategischer Umorganisation und gemeinsam mit einem nach vorne gerichteten Team Minden wird das klappen. Das treibt mich als Teamchef für Minden an.