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Wenn man Regeln hat, müssen sie auch durchgesetzt werden.

In meinem Newsletter vom 25.06.25 habe ich Dir meine Ideen dazu vorgestellt. Und ich meine das alles sehr ernst.

Heute möchte ich das Thema aber noch von einer anderen Seite angehen: Wie können wir als Stadt und Stadtgesellschaft durch Prävention dafür sorgen, dass es sicherer bei uns in Minden wird? Was regelmäßig übersehen wird in den oft aufgeregten Debatten: Prävention ist die beste und wirkungsvollste Maßnahme für mehr Sicherheit.

Was ich damit meine? Wenn wir das Thema „Sicherheit“ mal auf die Altersgruppe „Jugendliche“ legen, wird schnell deutlich, dass einfache Ansätze meistens fehl gehen. Jugendliche werden auf der einen Seite manchmal als Auslöser für ein Unsicherheitsgefühl wahrgenommen, zum Beispiel von Seniorinnen und Senioren. Jugendliche kennen aber auch selbst das Gefühl von Unsicherheit oder sind von Gewalt bedroht.

Hier sollten wir mit Präventionsarbeit ansetzen, um mehr Sicherheit zu erreichen. Das beginnt z.B. an den Schulen, mit Deeskalationstrainings und Programmen, Gewalt zu verhindern. Für mich immer wichtig: Jugendliche müssen ernst- und mitgenommen werden. Viele wissen wenig über die Polizei und Ordnungskräfte und wer dort für sie da ist. Das ist mir bei einer Podiumsdiskussion von Jugendlichen ganz deutlich geworden. Meine Konsequenz daraus: Ich werde örtliche Polizei- und Ordnungskräfte und Schülerinnen und Schüler zusammenbringen. Einerseits, damit sich auch Jugendliche und junge Erwachsene in Minden sicher fühlen können, aber andererseits auch, damit sie Regeln kennenlernen und Konsequenzen aufgezeigt bekommen. Wir müssen aber auch raus auf die Straße: Mit mehr Streetworkern und einer Jugendarbeit, die auch rausgeht aus den Jugendhäusern. Das ist anspruchsvoll, weil es neue Ideen braucht und auch mehr Geld: Mehr Streetworker bedeutet mehr Stellen. Können wir uns das leisten? Ich finde, wir können es uns nicht leisten, hier nicht mehr zu investieren. Alle Erfahrungen bisher zeigen: Streetworker-Einsatz hilft konkret. Also brauchen wir ein Team für die Stadt. Dafür werde ich sorgen.

Das sind nur erste Maßnahmen. Aber es ist besser, proaktiv zu handeln als zu reagieren. Videokameras sind ein Mittel, aber sie dienen der Abschreckung. Es ist besser, vorher konkret Gewalt, Kriminalität und Unsicherheit entgegenzuwirken.

Was ich sonst noch zum Thema „Sicherheit“ im Programm habe, findest Du hier.

Das war für mich besonders

Mal was Fröhliches: An einem der letzten Samstage fand das vierte Weserschwimmen statt. Die DLRG Minden um Volker Zoerb organisiert dieses Event mittlerweile jährlich. Was für ein Kraftakt. Viele tragen dazu bei: die THW und DRK-Ortsverbände, der SV 1860, Feuerwehr, Bundeswehr und die Stadtverwaltung. Dieses Zusammenwirken ist keine Selbstverständlichkeit. Aber hier vor Ort in Minden kennen sich die Akteure, wissen von ihrem Einsatz. Ihre Jugendarbeit funktioniert und aktiviert für so eine Veranstaltung Helferinnen und Helfer. Ohne sie funktioniert das nicht. Uns so kamen erstmals über 800 Weserschwimmerinnen und -schwimmer zusammen, ich mittendrin. Passend zur gleichzeitig stattfindenden CSD-Parade habe ich eine Regenbogen-Perücke als Statement getragen. „Toll, dass sie das machen“, „super Idee“, „Minden ist bunt“, waren so die Kommentare. Aber vor allem hatten diese Hunderte und ich wieder ein fantastisches Gemeinschaftserlebnis. Jeder und jede, wie er und sie ist, stieg ins Wasser, begleitet vom Schutz der DLRG und des THW und der tollen Band „Wesermusikanten“. Und in dieser Gemeinschaft haben wir Minden einfach genossen, von der Weser aus, unter den Brücken entlang, unsere Stadt aus einer der schönsten Perspektiven gesehen. Das ist es, wenn ich sage, wir brauchen Gemeinschaftsmomente, -feste und -orte, um unser Zusammenleben stark zu machen. Dazu können alle beitragen und die Initiative und die Organisation liegt bei starken Aktiven. Das ist Minden, hier unser Minden an der Weser.